Leid und Lust
(Joseph von Eichendorff)
Euch Wolken beneid´ ich
In blauer Luft,
Wie schwingt ihr euch freudig
Über Berg und Kluft!
Mein Liebchen wohl seht ihr
Im Garten gehn,
Am Springbrunnen steht sie
So morgenschön.
Und wäscht an der Quelle
Ihr goldenes Haar,
Die Augelein helle,
Und blickt so klar.
Und Busen und Wangen
Dürft Ihr da sehn,-
Ich brenn´vor Verlangen,
Und muß hier stehn!
Euch Wolken bedaur´ ich
Bei stiller Nacht;
Die Erde bebt schaurig,
Der Mond erwacht.
Da führt mich ein Bübchen
Mit Flügelein fein
Durchs Dunkel zum Liebchen,
Sie läßt mich ein.
Wohl schaut Ihr die Sterne
Weit, ohne Zahl,
Doch bleiben sie ferne
Euch allzumal.
Mir leuchten die Sterne
Mit süßem Strahl,
Die küss ich so gerne
Viel tausendmal
Euch grüßt mit Gefunkel
Der Wasserfall,
Und tief aus dem Dunkel
Die Nachtigall
Doch süßer es grüßet
Als Wellentanz
Wenn Liebchen hold flüstert:
"Dein bin ich ganz"
So segelt denn traurig
In öder Pracht!
Euch Wolken dedaur´ ich
Bei süßer Nacht. |
Bilder
Wer verbindet nicht gern seine Freizeit mit entspannenden Ausflügen und aktiver Erholung?
Keine Frage, zu einer schönen Landschaft gehört immer ein ansprechendes Wetter,
dann klappt es auch mit dem Hochgefühl.
|
Blauer Himmel ist schön zu seh´n,
doch wenn Wolken wandern geh´n,
kann man viele Bilder seh`n.
Schafe, Fische, Mann mit Bart,
Engel und Figuren vielerlei Art.
Wolkenbilder, Du kannst Sie seh´n,
mußt nur mit Phantasie im Leben steh´n.
|
|
|
Am Himmel hoch zieh´n Wolken hin,
jede ergibt einen anderen Sinn,
es stecken viele Wünsche drin.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zum Greifen nah und doch so fern,
sehen wir sie immer gern.
ob Haufen- oder Schäfchenwolken,
es werden unsere Träume folgen.
Sie ziehen hoch am Himmelszelt,
wir fliegen in Ihrer Märchenwelt.
Ob über den Wolken oder darunter,
Phantasie macht das Leben bunter.
|
|
|
Eng umschlungen miteinander
ziehen wir dahin,
Hände haltend beieinander
fragen nur wohin.
Sind zwei kleine Wolken nur
sehn den Sinn darin,
unsre Liebe kund zu tun
fliegen vor sich hin.
Ziehen umher immer wieder
fliegen nur im Sinn,
bringen Liebe immer wieder,
sind im Herzen drin.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wenn ich so am Boden wander
kleine Blicke sehnsuchtsvoll,
wär mit Euch gern beieinander
Wolkenbilder prächtig toll,
habt die Wünsche eingefangen
fliegt dahin so grenzenlos,
mit dem Traum davongetragen
lass ihn nimmer wieder los.
brauchst nicht reisen oder wandern,
auch nicht weite Wege gehen.
Schenk mein Traum auch keiner Andern,
musst doch nur nach oben sehn.
|
|
|